Beleg-Vorerfassung für eine Steuerkanzlei

Anonymisiertes Anwendungsbeispiel.

Aufgabentyp
Erfassung
Betrieb
Self-hosted
Aufwand
Mittel
Zeitrahmen
5 Wochen
Quelle
Anonymisiert

Aufgabe

Eingangsrechnungen kamen als PDFs per Mail oder als Foto vom Mandanten via WhatsApp. Die Buchhaltung tippte Daten manuell in DATEV: Lieferant, Datum, Betrag, Konto. Pro Beleg 2–3 Minuten, bei 80 Belegen am Tag: ein halber Mitarbeitertag verbrannt.

Lösungsweg

n8n empfängt PDFs und Fotos, OCR extrahiert Roh-Daten, ein LLM normalisiert (Adressen, Datumsformate, Steuersätze) und schlägt ein Konto vor. Buchhaltung sieht in DATEV einen vorausgefüllten Buchungssatz, korrigiert wenn nötig, bestätigt.

Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.

Vorher und Nachher

Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.

Vorher

  • PDFs und WhatsApp-Fotos manuell in DATEV tippen
  • 2–3 Min pro Beleg in der Buchhaltung
  • Halber Mitarbeitertag bei 80 Belegen

Nachher

  • Buchungssatz in DATEV vorausgefüllt
  • 30 Sek Sichtprüfung statt Tippen
  • 94 % Kontierungs-Vorschläge richtig

Dokumentierte Ergebniswerte

Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.

Bearbeitungszeit gespart
≈ 60 %
Kontierungs-Vorschläge richtig
94 %
automatische Buchungen ohne Sichtung
0

Werkzeug-Stack

n8n workflow OpenRouter llm-zugang OCR (Mistral) DATEV-Schnittstelle

Die KI bucht nichts – sie tippt vor. Die Buchhalter-Hand bleibt am Drücker, weil Steuerrecht nicht verzeiht. Aber die 2 Minuten pro Beleg schrumpfen auf 30 Sekunden Sichtprüfung.

Was funktioniert

  • Lieferanten-Lookup gegen DATEV-Stammdaten – kein Anlegen neuer Stammdaten durch KI
  • Konfidenz-Score pro Feld: bei < 80 % wird das Feld rot markiert
  • WhatsApp-Foto-Eingang: Mandant fotografiert, Bot empfängt, OCR läuft, Buchung wartet

Was im Szenario bewusst ausgespart bleibt

  • Keine automatische Buchung ohne menschliche Bestätigung
  • Keine USt-Beurteilung bei Auslandssachverhalten – das geht zur Steuerberaterin
  • Kein Lernen aus Korrekturen on-the-fly – Anpassungen werden quartalsweise eingespielt